Nachruf
1987 erfährt Rolf Böttner im Alter von 43 Jahren, dass er Darmkrebs
hat. Nach einem tiefen Schock und einer erfolgreichen Operation
lässt ihn eine Frage nicht los: Was ist die Ursache für meinen Krebs?
Schnell wird aus der persönlichen Ursachensuche eine nach dem Sinn
des Lebens und der großen Zusammenhänge.
Von der Ausbildung her Ingenieur im Fahrzeugwesen geht Rolf Böttner
nun andere Wege. Die Krankheit hat ihn empfindsamer und offen für
Neues gemacht. Zur analytischen Seite treten nun Intuition und Visionen.
Er schreibt: "Meine Suche nach Information verlief von jetzt ab
anders als bisher. ... Nun genügte oft nur eine im Stillen gestellte
Frage. Schon fiel mir ein Buch oder die Zeitschrift auf, die meine
Fragen beantwortete oder mir wurde genau das gebracht, was ich gerade
suchte."
Im Laufe der Jahre lernen er und seine Frau fernöstliche Heilweisen
und damit andere Sichtweisen auf die kleinen und großen Zusammenhänge
der Welt. Und auch Tochter Alexandra geht im Biotechnologie-Studium
ungewöhnliche Wege, worüber ihre Diplomarbeit über die Theorie der
Ausgleichswellenfelder Auskunft gibt.
Insbesondere zwischen Vater und Tochter gibt es einen intensiven
Gedankenaustausch, woraus sich nach und nach das "Universal-Prinzip"
entwickelt. Aber auch Renate Böttner recherchiert, redigiert, diskutiert,
so dass hier ein familiärer "Think Tank" entsteht, der in Diskussionen
mit verschiedenen Wissenschaftlern Schritt für Schritt das "Universal-Prinzip"
entwickelt.
Das Universal-Prinzip steht mit seinem Anspruch "die Welt" als
Ganzes erklären zu können, in einem krassen Widerspruch zur zersplitterten
Wissenschaftswelt, die allenfalls für ihren kleinen Ausschnitt den
Anspruch auf Gültigkeit erhebt. Nun findet man im Internet leicht
weitere publizistische Versuche, die Welt neu und ganzheitlich erklären
zu wollen. Nicht selten sind es Veröffentlichungen von Sonderlingen,
die sich im Besitz der alleinigen Wahrheit und den Rest der Welt
gegen sich wähnen.
Als ich Rolf Böttner im Januar 2006 persönlich kennenlerne, hatte
er gerade eine erneute Krebsbehandlung hinter sich. Ich treffe einen
Mann, der freundlich, bescheiden und ganz und gar uneitel erzählt,
was es mit dem Universal-Prinzip auf sich hat und wie er zu den
Ideen gekommen ist. Er steht mit beiden Beinen in der Welt, diskutiert
mit namhaften Wissenschaftlern, revidiert, ergänzt, fasst neu, setzt
sich mit den Erkenntnissen anderer auseinander. Dennoch, die Ideenwelt
ist eine eigene und einmalige. Wir sprechen über ein mögliches Buch,
das die Erkenntnisse und Erfahrungen von rund 10 Jahren privater
Forschung zusammenfassen will.
Vielleicht ahnt Rolf Böttner zu dieser Zeit auch schon, dass ihm
nicht mehr viel Zeit bleibt. Mit unglaublicher Kraft macht er sich
an die Arbeit, sein Manuskript zu erweitern, neu zu strukturieren
und noch klarer zu formulieren. Es wird ein sehr persönliches Buch,
das nicht nur das Universal-Prinzip erläutert, sondern auch den
Erkenntnisweg.
Anfang 2009 bekommt er eine erneute Krebsdiagnose. Nach kurzem
Krankenhausaufenthalt ist er wieder zu Hause und signalisiert in
Telefonaten, dass es ihm gut ginge. Für den Newsletter entstehen
noch neue Texte. Doch höre ich feine Untertöne, deren Bedeutung
mir erst heute klar wird. Seine Vortragsunterlagen hatte er bereits
seinem Freundeskreis übergeben.
Am 27. Juli 2009 ist Rolf Böttner gestorben.
Karsten Büttner Verlag
Rostockstr. 2
23564 Lübeck
Fon +49 (0)451-61129920
Fax +49 (0)451-61129930
mailto:info@das-universal-prinzip-buch.de
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