Jugend - Gewalt?
Alexandra Lène/Rolf Böttner
Jugendgewalt ist ein zunehmendes Problem in Wohlstandsländern.
Trotz verschiedener Ansätze konnte die bedrohliche Entwicklung nicht
nennenswert beeinflusst werden. Die deutsche Justizministerin forderte,
die Ursachen zu bekämpfen. Eine Analyse aus Sicht des Universal-Prinzips
ergab: "Bekämpfen" würde die Situation nur noch verschlimmern.
Das Problem
Jugendgewalt wird zumeist nur dann in der Öffentlichkeit diskutiert,
wenn es Zwischenfälle gibt. Die einen übertreiben gewöhnlich mit
Forderungen nach stärkerer Bestrafung, die anderen verharmlosen.
Rasch wird das Thema dann durch neue Schlagzeilen überdeckt.
Ist die moderne Gesellschaft machtlos gegenüber der Gewalt?
Laut Statistik nimmt Jugend-Gewalt zu. In den letzten 15 Jahren
verdoppelte sich die Anzahl tatverdächtiger Gewaltkrimineller unter
21 Jahren. "Der Anteil verdächtiger Gewalttäter aller Altersgruppen
ohne deutschen Pass an den Tatverdächtigen insgesamt beträgt 56
Prozent (2006).
Bei Türken ist er überdurchschnittlich höher als ihr Bevölkerungsanteil.
Wird neben der Herkunft auch der soziale Status der Verdächtigen
ausgewertet, zeige sich, dass der Migrationshintergrund gar nicht
der springende Punkt sei. Alle Menschen aus sozial schwachem Umfeld
würden eher kriminell - egal ob Deutsche oder Ausländer."
Quelle: Jugendkriminalität
sinkt, Gewalt nimmt zu.
Ein internationales Problem: In den USA, in Skandinavien, in Großbritannien
oder auch Frankreich setzt fast jede Schule einen Psychologen ein.
In den USA beobachten Polizisten in den Klassenräumen, in Frankreich
brennen Autos, es kommt zu Amokläufen mit Toten und Verletzten.
Trotz verschiedener Ansätze konnte die bedrohliche Entwicklung nicht
nennenswert beeinflusst werden. Die deutsche Justizministerin forderte,
die Ursachen zu bekämpfen. Eine Analyse aus Sicht des Universal-Prinzips
ergab: "Bekämpfen" würde die Situation nur noch verschlimmern -
und außerdem, wie die Natur zerstörerische Kräften zu einem nützlichen
Ausgleich kultiviert.
Wie schützen sich andere?
Igel haben Stacheln, die Erde schützt sich durch ihre Atmosphäre.
Außerdem können Drohgebärden wie Zähne fletschen und bellen schützen,
oder man erkennt die Autorität des anderen an. Ist die Lage aussichtslos,
bleibt nur noch die Flucht. Ideal wäre ein Airbag, der sich bei
Gefahr blitzschnell zwischen Angreifer und Opfer aufbläst. Etwas
Ähnliches hat die Natur erdacht, allerdings dauert dies etwas
länger. Die Rede ist von der Ausstrahlung natürlicher Autorität.
Während sich die oben genannten Beispiele nur auf den Schutz des
Opfers beziehen, wollen wir uns jetzt mit Hilfe des "Universal-Prinzips"
der Frage nachgehen, wie die Entwicklung zu einem potentiellen Täter
vermieden werden kann, wie zerstörerische Kräfte zu einem nützlichen
Ausgleich kultiviert werden können.
Kräfte und Ausgleich
So entsteht Ausstrahlung, Charisma
Mit einiger Erfahrung erkennt man Gewaltbereitschaft bereits an
der Ausstrahlung eines Menschen. Um den Zusammenhang zwischen Charisma
und Gewalt zu verstehen, beschäftigen wir uns nachfolgend etwas
genauer mit den zugrunde liegenden Kräften.
Die Lebenszyklen Wachsen, Reifen und Vergehen; Liebe und Hass; Leben
und Tod, ja alle denkbaren Vorgänge werden lediglich durch die Wirkung
von zwei Kräften auf materielle Körper gesteuert. Es sind die abstoßende
Levitationskraft, die den Abstand zwischen den Körpern aufrecht
erhält und die anziehende Gravitationskraft, die alle Körper zusammenhält.
Beide Kräfte wirken entgegen gesetzt, mal überwiegt die eine, mal
die andere. Sie pendeln um einen mittleren Gleichgewichtszustand.
So lässt die Frühjahressonne die Pflanzen sprießen, im Winter dagegen
zieht sich alles wieder zurück.
Menschen bestehen wie Atome, Pflanzen oder Planeten aus einem Körper
oder Kern dichter und einer Hülle dünnerer Materie. Diese Hülle
hat es in sich, sie entsteht folgendermaßen: Wird ein Körper durch
eine Kraft angeregt, beispielsweise durch die Sonne, gerät er in
Bewegung und erzeugt Wärme. Infolge dessen erhöht sich die nach
außen gerichtete Levitationskraft.Übersteigt diese die nach innen
gerichtete Gravitationskraft, werden Teilchen und Wärme abgegeben.
Die Teilchen (Elektronen, Wasser, Duftstoffe) reagieren mit Umfeldteilchen
und bilden diese Hülle, die den Körper umgibt.
Derartige Hüllen (bei Atomen Elektronenhülle, bei Pflanzen und
Menschen Aura, bei Planeten Atmosphäre) werden nach dem Universal-Prinzip
allgemein als "Ausgleichsfeld" bezeichnet. Jene Ausgleichsfelder
sind es, die das geheimnisvolle Charisma bewirken. Den körpernahen
Bereich unserer Ausgleichsfelder kann jeder als Wärmefeld fühlen.
Eine weitere Schicht ist unsere Intimsphäre. Dringt ein Fremder
in diesen etwa 0,5 m großen Bereich ein, empfinden wir dies als
unangenehm.
Unser Ausgleichsfeld entsteht durch Arbeit
Körperliche und geistige Arbeit ist die Art von Anregung, mit der
wir unsere Persönlichkeit entwickeln. Die dafür nötige Kraft liefern
uns Nahrung und Sonne über den Stoffwechsel. Durch Arbeit wird diese
zunächst freie Kraft zwar regelmäßig verbraucht, geht jedoch nicht
verloren. Denn wir gewinnen neben den Produkten der Arbeit wertvolle
Erfahrungen. Diese füllen und strukturieren unser Ausgleichsfeld,
ebenso wie das schützende Ausgleichsfeld "Atmosphäre", welches durch
Wechselwirkungen zwischen Erde und Weltall entsteht
Körper und Umfeld, zwischen denen wegen unterschiedlicher Potentiale
eine Spannung besteht, verbinden sich zu einem neuen Stoff - bilden
ein Ausgleichsfeld, welches die ursprüngliche Spannung zwischen
ihnen ausgleicht.
Bild 1 zeigt, wie unser Ausgleichsfeld im Laufe des Lebens wächst
und sich dabei unser Entwicklungsniveau, unsere Intelligenz, erhöht.
Die Doppelpfeile symbolisieren die Wechselwirkungen zwischen Körper
und Umfeld, aus denen das Ausgleichsfeld hervorgeht.

Bild 1 Entwicklung von Ausgleichsfeld und Entwicklungsniveau
Die ursprünglich freie Kraft, gespeichert durch Erfahrungen aus
Arbeit in den Teilchenstrukturen des Ausgleichsfeldes, wird zur
gebundenen Kraft, die dauerhaft zur Verfügung steht. Somit wandelt
sich durch Arbeit Körperkraft in seelisch-geistige Kraft um.
Während der Körper durch physische Kräfte lebt, enthält das seelisch-geistige
Ausgleichsfeld die gespeicherte Kraft der Vernunft, die Intelligenz.
Je größer das Ausgleichsfeld, desto besonnener und durchdachter
können Aufgaben gelöst werden. Und dies überdies mit geringerem
Kraftaufwand, wodurch das Defizit an nachlassender Körperkraft im
Alter kompensiert werden kann. Während die Kraft, die für Arbeit
verbraucht wurde, dauerhaft gespeichert wird, geht jene Kraft verloren,
die wegen orientierlosem Handeln oder Nichtstun verplempert wurde.
Zu den Ursachen von Gewalt
Vom Spiel zur Pflicht
In der Vorschulphase sollten Kinder ungebundene Freizeit zum spielerischen
Lernen haben: Ameisen beobachten, über Schneeflocken staunen, Wolken
betrachten… Beobachten, Lernen, Wissen und Anwenden; Ein- und Ausatmen;
Hunger, Essen und Ausscheiden; Haben wollen und bezahlen oder abgeben.
Der Wechsel zwischen Aufnehmen, Umwandeln und Abgeben bestimmt unser
Leben auf allen Ebenen. Dabei handelt es sich stets um den Wechsel
zwischen Gravitations- und Levitationskräften. Früher Leistungsdruck
kann zu frühem Stress führen.
Mit dem Eintritt in die Schule werden Kinder im Kreise von Gleichaltrigen
in die Pflicht genommen. Die meisten Kinder können den Schulanfang
kaum erwarten, aber "der Ernst des Lebens" kann auch demotivierende
Erlebnisse mit sich bringen. Kinder müssen nun auch Dinge lernen,
für die sie wenig oder kein Interesse empfinden. Wurden sie anti-autoritär
erzogen, kann die Anpassung an die schulische Ordnung schwer fallen.
Sind sie es nicht gewöhnt, ihren Tagesablauf am Biorhythmus zu orientieren,
können sie nicht effizient arbeiten. Das gleiche passiert durch
nicht ungesunde Ernährung.
Negative Vorbilder
Eine sehr wichtige Orientierung ermöglichen Vorbilder. Das sind
in der Kleinkindphase zunächst die Eltern, später Lehrer und Mitschüler,
schließlich das gesamte gesellschaftliche Umfeld (Medien, Führer
in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, Stars). Seit einiger Zeit
lässt die Vorbildwirkung unsere Elite allerdings zu wünschen übrig.
Und weil es offenbar auch nicht gelingt, Gewaltdarstellungen in
den Medien zu verbieten, wird Gewalt zum Alltäglichen, wodurch die
Hemmschwelle sinkt. Selbst in der Allgemeinbildung gibt es gravierende
Missstände, wie in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" am 07.02.2008
zum Thema: "Leistungsdruck und lasche Lehrer, macht die Schule unsere
Kinder kaputt?" diskutiert wurde.
Josef Kraus, Präsidenten des Lehrerverbandes: "Die Verkürzung der
Schulzeit bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre ist ein Konstruktionsfehler
und wie es eingefädelt worden ist, war es miserabel". Der Berliner
Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD): verteidigte das deutsche Schulsystem.
Auf Schule und Lehrer seien in den letzten Jahren "Aufgaben zugekommen,
die die Gesellschaft plötzlich als Problem entdeckt hat", betonte
der SPD-Politiker und nannte in diesem Zusammenhang die Integration
von Kindern mit Migrationshintergrund. Dies sei nicht allein von
der Schule zu lösen".
Jugendliche stehen somit einer Diskrepanz zwischen idealisierender
Lehrbuchtheorie und menschlichen Idealen und der Praxis einer rücksichtslosen
Ellenbogengesellschaft gegenüber.
So entsteht kriminelle Energie
Kann Demotivation nicht durch besonderes Engagement, Nachhilfe usw.
kompensiert werden, kommen Krankheiten oder sprachliche Probleme
hinzu, entstehen häufig deutliche Defizite zur durchschnittlichen
Entwicklung Gleichaltriger. Dies zieht Nachteile bei Wissen, Ausbildung,
Arbeitsplatz, gesellschaftlicher Anerkennung, Lebensstandard, materiellem
Besitz nach sich.
Defizite können sich als Blockaden im seelischen und körperlichen
Bereich manifestieren. Als Folge entstehen Spannungen und Ungleichgewichte,
wodurch die Übereinstimmung zwischen äußeren Handlungen und innerer
Einstellung gestört wird. Traumatische Blockaden können wie eine
Zeitbombe wirken. Wird das Thema angesprochen, das zur Entstehung
der Blockade führte, wird diese zu Resonanzschwingungen angeregt.
Ganz plötzlich baut sich innerer Druck auf. Levitationskraft eskaliert
als Wut, übersteigt das Ausgleichsfeld der Vernunft und wirkt als
zerstörerische freie Kraft, als Gewalt.
Freie Lebenskraft konzentriert sich bei Jugendlichen zunächst auf
den körperlichen Bereich, verlagert sich durch Erfahrungen im weiteren
Verlauf des Lebens zunehmend in das seelisch geistige Ausgleichsfeld.
Sieht sich ein Jugendlicher durch Defizite gegenüber Gleichalten
herabgesetzt, versucht er sein Bedürfnis nach Anerkennung und Besitz
auf andere Weise zu erfüllen. Kraft kann destruktiv zerstörerisch
oder konstruktiv aufbauend wirken.
Reicht die im Ausgleichsfeld gespeicherte "Kraft der Vernunft"
nicht, kann der schnelle, aber unüberlegte Einsatz von freier Körperkraft
erfolgen. Heranwachsende verschaffen sich so den Respekt körperlicher
Überlegenheit, wenn sie den Respekt seelisch-geistiger Überlegenheit
nicht erreichten. Jugendliche sind oft aggressiver, weil überschüssige
freie Kräfte vorhanden sind und Erfahrung u. a. zur Risikoabschätzung
noch nicht entwickelt wurden.
Defizite zwischen Wollen und Können lösen nicht selten beide Arten
von freien Kräften aus:
- Haben wollen von alterstypischen Artikeln - eine nach innen
gerichtete freie Gravitationskraft
- Wut oder Hass - eine nach außen gerichtete freie Levitationskraft

Bild 2 Jugendliche mit harmonischer (links) und unharmonischer
Entwicklung (mitte, rechts)
Bild 2 zeigt einen Jugendlichen (links), der sich durch entsprechende
Erfahrungen ein alters gerechtes Ausgleichsfeld aufbauen konnte.
Anziehende Gravitationskräfte (Wünsche) befinden sich mit expandierenden
Levitationskräften (Leistung) im Gleichgewicht (Doppelpfeile). Der
mittlere Jugendliche besitzt ein unterdurchschnittliches Ausgleichsfeld.
Er spürt das Defizit, hat aber ähnliche Wünsche wie sein Kamerad.
Da er nicht imstande ist, sich diese zu erfüllen, gerät er unter
Druck (schwarze Pfeile) und entwickelt innerlich einen Gegendruck
(rote Pfeile: Wut, Hass). Der rechte Jugendliche wurde mit dem Problem
seiner Blockade konfrontiert. Er bekommt einen Wutausbruch, die
freie Körperkraft übersteigt das blaue Ausgleichsfeld der Vernunft
(rote Pfeile). Er erfüllt sich seine Wünsche mit Gewalt.
Kriminelle Energie entsteht meist zwischen Menschen, bei denen größere
Potentialdifferenzen und zugleich Defizite beim Energieniveau vorliegen
- wie z. B. arm und ungebildet sowie reich und gebildet. Die gegensätzlichen
freien Kräfte prallen dann ungedämpft aufeinander und wirken zerstörerisch
wie etwa ein Kurzschluss. Besitzen größere Bevölkerungsanteile (ethnische
Gruppen) gleiche Blockaden und Defizite, besteht eine revolutionäre
Situation. Ein Anlass, wie der Brand in dem türkisch bewohnten Haus
in Ludwigshafen, regt die gemeinsame Blockade an und wirkt wie der
berühmte "Funke im Pulverfass". Im Grunde spielt es keine Rolle,
dass schließlich festgestellt wurde, dass fahrlässiges Handeln der
Bewohner die Ursache war.
Möglichkeiten zur Gewaltvermeidung
Wie regelt das die Natur?
Ausgleichsfelder bilden nicht etwa eine undurchlässige Barriere
zwischen biologischen Zellen und deren Umfeld. Ein intelligenter
Steuermechanismus der semipermeablen (halbdurchlässigen) Membranen
der Ausgleichsfeld-Grenzschichten sorgt dafür, dass nur die benötigte
Menge verträglicher Stoffe zur geeigneten Zeit ins Zellinnere gelangen
kann. Indem Unverdauliches abgewiesen wird, lässt die Zelle nur
soviel Potentialdifferenz zu, wie sie auch verdauen kann.
Lernen von der Natur
Intelligente Konfliktlösungen bei Jugendgewalt können nur durch
Auflösung von Blockaden und möglichst Verringerung von Defiziten
zur alters entsprechenden Entwicklung der Ausgleichsfelder bei Jugendlichen
sowie durch Vorbeugung bei Kleinkindern überwunden werden. Nur auf
diese Weise können Gleichgewichte erreicht und die Ursachen von
Gewalt beseitigt werden.
Einwanderungspolitik sollte intelligent, also semipermeabel sein,
damit Anzahl, Qualifikation und Zeiten so gesteuert werden können,
dass ein Gastland nicht überfordert oder unterwandert wird. Dies
sollte nicht verharmlost oder verdrängt werden. Wenn Einwanderer
kein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen erreichen, sind Konflikte
vorprogrammiert. Die Vorstellung von "Multikulti" erwies sich als
naiv. Und - ethnische sowie religiöse Unterschiede bilden neben
wirtschaftlichen Interessen Hauptgründe für anhaltende Kriege und
Konflikte weltweit. Die Probleme in Deutschland mit dem Begriff
"Fremdenfeindlichkeit" ignorieren zu wollen, ist kontraproduktiv.
Auch zwischen Deutschstämmigen unterschiedlichen Regionen (Stadt/Land,
Nord/Süd, Katholiken/Protestanten) und mit unterschiedlichen Bildung
gibt es Potentialdifferenzen. Würde man die Regulierungsmechanismen
bei biologischen Systemen etwa durch ein "Gleichstellungsgesetz"
unterbinden, wäre das für diese tödlich. Unzufriedene Einwandererkinder
könnten hinterfragen, ob die Motive der Eltern zur freiwilligen
Übersiedlung auch bei ihnen gegeben sind (finanzielle Vorteile,
bessere Infrastruktur oder das höhere Niveau im Land der Dichter,
Denker und Erfinder). Es handelt sich ja um ein dynamisches Gleichgewicht,
denn auch die Situation in den Ursprungsländern ändert sich. Nicht
selten werden Arbeitsplätze aus Industrieländern in die Ursprungsländer
von Einwanderern verlagert. Sobald Nachteile überwiegen, sollte
eine Rückkehr erwogen werden.
Vorbildwirkung der Verantwortlichen mit verständlichen, sinnvollen
und langfristig wirkende Maßnahmen statt kurzfristigem unüberlegten
Aktionismus mit irreführenden Parolen. Mit der unwahren Behauptung
von Fremdenfeindlichkeit beleidigt man in erster Linie das eigene
Volk - ohne den Einwanderern zu helfen.
Strafen für Vergehen sind unerlässlich. Parallel müsste Spannung
herausgenommen werden, indem Anhängern muslimischer Religionen hiesige
Wertvorstellungen nahe gebracht werden, weil Islam seit jeher nicht
nur als Religion, sondern auch als Rechtssystem gelebt wird.
Das beste Vorbild bilden die harmonisierenden Kreisläufe der Natur,
aber auch das gesellschaftliche Leben und die Wertvorstellungen
einer Hochkultur, die Verbindung von Mensch und Natur bei "Eingeborenen",
das Leben charismatischer Persönlichkeiten können Heranwachsenden
für ihre seelisch-geistige Entwicklung "erhellende" Impulse geben.
Kinder integrieren die Gesetze des Lebens intuitiv am Beispiel von
Pflanze, Tier, Mensch, Planet, wenn die Aktivitäten im Freien gegenüber
dem Berieseln mit künstlichen Reizen in geschlossenen Räumen überwiegen.
Die so verinnerlichten natürlichen Impulse wecken die individuellen
Anlagen, so dass zwischen inneren seelisch-geistigen Werten und
äußeren materiellen Reizen unterschieden werden kann. Traditionelle
Spiele in der Gemeinschaft auf Spielplätzen in freier Natur fördern
die spielerische Entwicklung von Tugenden wie Konfliktbewältigung,
harmonisches Miteinander, Freundschaft, Schönheitssinn, Mut. Märchen
und jugendgerechte Geschichten, Singen in Kindergärten und Schulen
statt Gewalt verherrlichende Medienprodukte und Spiele, die den
Einzelnen isolieren und auf Konkurrenz ausgerichtet sind (tendenziell
steht nur der Gewinner im Mittelpunkt). Schutz vor zu viel Technikanwendungen
wie Gameboy, Fernsehen, elektronisches Spielzeug, Handy.
Der Tagesablauf von Kindern sollte sich am Biorhythmus (Chinesische
Organuhr) orientieren. Damit wird nicht nur die Nahrung optimal
verdaut, sondern Aufgaben können zur rechten Zeit effizienter, also
Kräftesparender, gelöst werden.
Durch das moderne Leben entsteht eine Unausgewogenheit. Körperliche
Arbeit ist kaum noch erforderlich. Überschüssige freie Körperkräfte
sollten durch Sport und Spiel sowie organisierte handwerkliche Arbeit
in wertvolle Erfahrungen, Zufriedenheit und Selbstbewusstsein umgewandelt
werden. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind sehr wichtig, denn mit
Geld allein wird keine langfristig positive Entwicklung erzielt.
Ki-Aikido, ein außerordentlich überlegenes System wurde als Lehre
des 2. Weltkrieges in Japan entwickelt. Bei konventioneller Selbstverteidigung
wird ein Angriff mit Gegengewalt beantwortet. Im Gegensatz dazu
löst man Konflikte beim Ki-Aikido ohne Kampf. Durch die Verbindung
von seelisch-geistigen und körperlichen Fähigkeiten wird die Kraft
des Angreifers so umgelenkt, dass die Kräfte beider Beteiligter
schließlich in die gleiche Richtung wirken. Die dem Ki-Aikido zugrunde
liegende Philosophie entspricht der Lehre des Universal-Prinzips,
steht aber im Gegensatz zur Politik von UNO und EU, die dem Modell
von Präventionskriegen folgen. Solange Krieg und Unterdrückung aus
wirtschaftlichen Gründen zur Kultur erhoben wird, bleibt eine Erziehung
zur Gewaltlosigkeit Illusion.
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Universal-Prinzip
Karsten Büttner Verlag
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